Krankheiten und Schädlinge bei Tomaten

Im Grunde sind Tomaten robust und gedeihen bei etwas Pflege recht gut, doch neigen sie in Verbindung mit zuviel Feuchtigkeit zu Pilzerkrankungen.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Krankheiten an Tomaten

  • Tomaten fühlen sich in einem humusreichen Boden wohl. Auch ein sonniger Standort trägt mit zu ihrer Gesundheit bei. Gute Licht und Luftzirkulation und ein weiter Abstand zueinander lassen Feuchtigkeit rasch abtrocknen. Eine Überdachung kann sinnvoll sein.
  • Wer seine Tomaten selbst zieht, kann resistente Sorten wählen. Dadurch wird die Anfälligkeit gegenüber Krankheiten reduziert. Einige Gärtner schwören auch auf alte und robuste Tomatensorten.
  • Wenn im Vorjahr Krankheiten an Tomaten aufgetreten sind, befinden sich Pilzsporen und andere Krankheitserreger im  Boden. Deshalb sollten die Tomaten im nächsten Jahr an einen anderen Standort gesetzt und die Tomatenstäbe desinfiziert werden.

Pilzerkrankungen vorbeugen mit Ackerschachtelhalmtee

Ein Tee aus Ackerschachtelhalm stärkt die Pflanzen und wirkt Pilzerkrankungen durch die enthaltene Kieselsäure entgegen.

Das Rezept: 2 Esslöffel getrockneter Ackerschachtelhalmtee wird mit 1,5 Liter Wasser aufgekocht. Etwa eine halbe Stunde leicht köcheln, anschließend erkalten lassen und durchfiltern. Der Tee wird zweimal pro Woche auf die Blätter gesprüht bei trockenem, sonnigem Wetter.

Wasser schadet den Tomaten

Tomaten gießen

Tomaten gießen

Das direkte Benetzen der Tomatenpflanzen, sollte vermieden werden, da Tomaten Feuchtigkeit nicht gut vertragen und Pilz- und Faulkrankheiten begünstigt werden. Es gilt also Wasser auf den Blätter und Stielen zu reduzieren oder am besten ganz zu vermeiden.

  • Beim Gießen der Pflanzen sollte man das Wasser also nicht über die Blätter gießen, sondern direkt über dem Gartenboden am Stamm zufügen. Einige Gärtner basten sich aus Blumentöpfen oder Kunststoffflaschen Gießhilfen, um das Gießen zu erleichtern. Dazu wird bei einer leeren Kunsstofflasche der Flaschenboden entfernt und mit der offenen Flaschenöffnung so in den Boden eingegraben, dass das Wasser direkt zum Wurzelwerk der Pflanze gelangt.
  • Eine weitere Feuchtigkeitsquelle ist der natürliche Regen. Dagegen hilft nur ein Gewächshaus, Tomatenhauben oder ein Tomatenvlies.

Die wichtigsten Tomatenkrankheiten in der Übersicht

Kraut- und Braunfäule: Sie entsteht an den Blättern und am Stängel. Zuerst verfärben sich die Blätter grau-grün und später braun, sie fallen ab. Nach einiger Zeit wandert die Krankheit weiter und befällt auch die Früchte, die später schwarz werden. An der Unterseite der Blätter wird ein weiß-gräulicher Belag sichtbar.

Die Frucht- und Stängelfäule: Hier erkrankt zuerst der Stängel. Er wird schwarz, die Blätter vergilben und fallen ab. Rasch breitet sich die Pilzkrankheit auf die ganze Pflanze aus.

Tomatenkrankheiten

Tomatenkrankheiten befallen meist Blätter, Stängel und Früchte.

Der echte Mehltau: Er tritt vor allem bei geschwächten Pflanzen an trockenen, sonnigen Tagen auf. Erkennbar ist dieser Pilz auf den Blättern und ihren Stielen, die von einem puderartigen weißen Belag überzogen sind. Die Früchte werden davon nicht befallen und sind noch eßbar.

Dürrfleckenkrankheit: Sie beginnt am unteren Teil der Tomatenpflanze. Das Laub verfärbt sich bräunlich und wirkt wie vertrocknet. Mit der Zeit breitet sich diese Pilzerkrankung auf die ganze Pflanze aus.

Weiße Fliege: Im Gewächshaus werden Tomaten oft von der weißen Fliege befallen. Das sind kleine weiße Mücken, die sich an der Blattunterseite der Tomaten aufhalten. Sie schaden der Pflanze jedoch nicht wirklich. Wer etwas dagegen tun möchte, kann Nützlinge im Fachhandel bestellen und im Gewächshaus verteilen.

Blütenendfäule: Darunter leiden Tomaten manchmal, wenn sie zu wenig Kalzium bekommen. Das ist im Freiland eher selten der Fall. Die im Kübel gezogenen Tomaten müssen aber besonders sorgfältig gedüngt werden. Die Blütenendfäule beginnt am Blütenansatz und befällt später die Früchte.

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