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Tomaten selber ziehen

Tomaten selber ziehen ist recht einfach und spart, im Gegensatz zu Setzlingen, Geld.

Etwa zweitausendfünfhundert Arten der schmackhaften Tomaten werden weltweit kultiviert. Tomaten können auch sehr leicht selber gezogen und bis zur Ernte zuhause und im Garten kultiviert werden.

Aussaat von Tomaten

Man benötigt zur Aufzucht von Tomaten entsprechendes Saatgut, Blumentöpfe und am besten sandige Komposterde.
Anzuchttöpfe eignen sich am besten, weil Tomatenpflanzen auf diese Weise längere Zeit in den Töpfen stehenbleiben können, bevor sie pikiert werden.

Tomaten selber ziehen ist recht einfach und spart, im Gegensatz zu Setzlingen, Geld.

Tomaten selber ziehen ist recht einfach und spart, im Gegensatz zu Setzlingen, Geld.

Wenn man Ende Mai pflanzfertige Tomatenpflanzen für das Freiland haben möchte, sollte eine Aussaat im warmen Zimmer Ende Februar vorgenommen werden.

Die Töpfe werden dafür bis etwa einen Zentimeter unter den Rand mit der Komposterde gefüllt. Anschließend werden die Samen einzeln in Abständen von circa zwei Zentimetern ausgelegt und leicht mit Erde bedeckt. Nun werden die Töpfe auf der Fensterbank platziert und nur dann vorsichtig gewässert, wenn die Erdoberfläche trocken ist.

Um einer Schimmelbildung vorzubeugen, empfiehlt es sich, die Töpfe zum Wässern in eine Schale mit Wasser zu stellen. Die Schale wird erst dann entfernt, wenn sich an der Erdoberfläche Feuchtigkeit zeigt. Zu feucht gehalten gehen die Pflanzen jedoch schnell zugrunde.

Tomaten pflanzen und pikieren der Jungpflanzen

Tomaten müssen einen festen Topfballen entwickeln, um im Freiland weiterhin kräftig zu wachsen und gute Erträge zu sichern. Deshalb wird es nach etwa zwei bis drei Wochen nach der Aussaat notwendig, die Pflanzen zu pikieren. Dazu benötigt man Töpfe, sandige Komposterde sowie ein Pflanzholz.

Die Töpfe sollten jeweils einen Durchmesser von neun bis zwölf Zentimetern aufweisen. Auch hierfür eignet sich sandige Komposterde, die vorerst bis etwa zur Hälfte in die Töpfe gegeben wird.

Anschließend entnimmt man die vorgezogenen Pflänzchen vorsichtig aus den Anzuchttöpfen, knipst mittels des Zeigefingers und des Daumens die längsten Wurzeln vorsichtig ab und kürzt sie damit ein, bevor sie in jeweils einen Topf eingesetzt werden. Nun wird die restliche Erde bis etwa einen Zentimeter unter den Topfrand eingefüllt und leicht angedrückt. Um den Wurzelschluss zu gewährleisten, wird das Pflanzholz etwa einen bis zwei Zentimeter seitlich der Pflanze in die Erde gesteckt, leicht in Richtung der Pflanze geneigt, wieder entfernt und die Erde nochmals angedrückt.

Die Töpfe sollten weiterhin an einem hellen Platz im warmen Zimmer kultiviert und nur vorsichtig gegossen werden.

Anbau im Freiland

Für den Anbau von Tomaten im Freiland sollten Tomatenpfähle und Bindedraht bereitstehen sowie ein Platz in freier, vollsonniger Lage mit warmem, humusreichen Mittelboden gewählt werden.

Tomaten Gießen

So lassen sich selbst gezogene Tomaten einfach Gießen.

Der Anbau im Freiland sollte nicht vor dem 20. Mai erfolgen, da Tomatenpflanzen nur sehr langsam Wachstumsstockungen durch kaltes oder nasses Wetter überwinden und bereits leichten Nachtfrösten zum Opfer fallen. Deshalb sollte der Boden bereits gut erwärmt sein, denn nur dann wachsen Tomaten ohne Stockung kräftig weiter.

Damit die Topfballen nicht beschädigt werden, sollten die hilfreichen Tomatenpfähle bereits vor der Pflanzung etwa vierzig Zentimeter tief in die Erde geschlagen werden.

Für den eintriebigen Tomatenanbau genügen Pflanzabstände von etwa fünfzig Zentimetern, wobei die Reihen einen Abstand von etwa siebzig Zentimetern aufweisen sollten.

Nun werden die Tomatenpflanzen vorsichtig samt Topfballen aus dem Topf gelöst, in die Erde gesetzt und am Pfahl befestigt. Bei lang gewordenen und zart gewachsenen Stängeln bringt man auch den unteren Stängelteil in die Erde, während kräftige Pflanzen in normaler Höhe eingesetzt werden. Anschließend wird die Erde regelmäßig feucht gehalten.

Tipps zum Tomaten selber ziehen

Um gute Erträge zu erzielen, empfiehlt sich zudem das regelmäßige Entgeizen der Pflanzen. Hierbei werden Seitentriebe einfach mit den Fingern leicht ausgebrochen und entfernt.

Die Erträge können maßgeblich gesteigert werden, wenn Pferdedung oder im Handel erhältlicher Tomatendünger verwendet wird.

Um die Pflanzen vor dem gefährlichen Mehltau und der Braunfäule zu schützen, empfiehlt sich außerdem das Anbringen eines Regenschutzdaches oder die Pflanzung in einem Tomatenhaus.