Warum sind Tomaten gesund?

Im Jahr konsumieren die Deutschen circa 1,6 Millionen Tonnen Tomaten; das entspricht einem Pro-Kopf-Verbrauch von etwa zwanzig Kilogramm. Einiges spricht also dafür, dass die rund zweitausendfünfhundert verschiedenen Tomatensorten, die weltweit kultiviert werden, offensichtlich zu den Favoriten unter allen Gemüsesorten zählen.

Inhaltsstoffe der Tomaten

Die roten Früchte können sowohl roh als auch verarbeitet zu Tomatensaft oder Tomatenmark, aber auch gegart verzehrt werden. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um Fleisch-, Cocktail, Rispen- oder Flaschentomaten handelt. Allen sind die gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe gemein.

Dreizehn Vitamine, darunter Vitamin A, B1, B2, E, C sowie Niacin, aber auch wertvolle Mineralstoffe wie Magnesium, Calcium, Kalium und Spurenelemente, und auch Ballaststoffe sind der Tomate eigen, ebenso wie der sekundäre Pflanzeninhaltsstoff Lycopin. Alle wertvollen Inhaltsstoffe der Tomate tragen maßgeblich zur Vorbeugung von Herz-Kreislauferkrankungen bei. Neuere Untersuchungen befassen sich zudem mit dem Zusammenhang, ob die Inhaltsstoffe der Tomate tatsächlich auch zur Vorbeugung von Krebserkrankungen einen Beitrag leisten.

Wirkungsweisen der Inhaltsstoffe

Das wertvolle Lycopin, welches mitverantwortlich für die Rotfärbung der Tomate ist, trägt vor allem zum Hautschutz des Menschen bei. Wer viele Tomaten verzehrt, wird unempfindlicher gegen Sonnenbrand und stärkt zudem die Hautzellen insgesamt. Weiterhin trägt Lycopin dazu bei, den Cholesterinspiegel zu senken.

Tomatensalat

Leckerer und auch noch gesunder Tomatensalat.

Dank des enthaltenen Vitamins K sorgt der regelmäßige Verzehr von Tomaten außerdem für eine schnelle Wundheilung nach Verletzungen.Das enthaltene Biotin wiederum stärkt unsere Nägel sowie die Haare und ist ebenfalls gut für die Haut.

Auch das enthaltene Tyramin und die B-Vitamine sind nicht zu verachten. Sie sorgen für gute Laune und stärken die Nerven. Enthaltenes Selen stärkt zusätzlich das menschliche Immunsystem und macht uns widerstandsfähiger gegen eine Vielzahl von Erkrankungen.

Zur Unterstützung einer Diät sind Tomaten nahezu unerlässlich. Aufgrund ihres hohen Wasseranteils, der zwischen dreiundneunzig und fünfundneunzig Prozent liegt, sind sie mit durchschnittlich nur zwanzig Kilokalorien auf einhundert Gramm hervorragend zur Gewichtsreduktion geeignet.

Vorbehalte gegenüber Tomaten

Da die Tomate ein Nachtschattengewächs ist, könnte angenommen werden, dass es sich um eine giftige Pflanze handelt. Dieser Annahme folgten viele Menschen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, bevor die leckeren Früchte Einzug in die Gärten und damit die Küchen hielten. Bis dahin galt die Tomate, die um 1500 durch Kolumbus nach Europa gebracht wurde, als reizende Zierpflanze. Lediglich in Italien wurden die Früchte laut älterer Aufzeichnungen bereits in der Mitte des 18. Jahrhunderts verzehrt.

Tatsächlich beinhalten die grünen Pflanzenteile sowie die unreifen Früchte der Tomate einen hohen Anteil Tomatidin, das gesundheitliche Störungen wie Krämpfe und Übelkeit auslösen kann. Vorsicht ist also mit unreifen Tomaten geboten. Sie sollten nicht oder nur in geringen Mengen verzehrt werden.

Nicht zu verwechseln sind jedoch unreife Tomaten mit den grünen oder gestreiften Sorten, die durch Züchtungen entstanden und mittlerweile vielfach angebaut werden.

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